Reifengrößen

  • Abweichende Reifengrößen - Herstellerfreigaben nicht mehr ausreichend


    Von den in den Papieren eingetragenen Reifendimensionen abweichende Größen sind auch mit Freigaben der Reifenhersteller nicht mehr zulässig. Das besagt eine neue Regelung des Bundesverkehrsministeriums.

    Die jetzt im Verkehrsblatt veröffentlichte Neuregelung besagt, dass künftig Reifengrößen, die entweder kleiner oder größer als die in der Zulassungsbescheinigung eingetragenen sind, auch dann nicht mehr zulässig sind, wenn vom Reifenhersteller dafür eine fürs jeweilige Motorradmodell gültige Freigabe vorliegt.


    Um ein Erlöschen der Betriebserlaubnis in einem solchen Fall zu verhindern, muss der Anbau der Reifen abweichender Größe von einer Prüforganisation wie TÜV, Dekra oder GTÜ begutachtet und eingetragen werden. Die Regelung gilt für alle Reifen ab Herstellungsdatum 2020 und ab dem Jahr 2025 für alle Reifen.

    Bisher war es vor allem bei Sportmotorrädern durchaus üblich, etwa anstelle der eingetragenen Hinterreifendimension 170/60 Reifen eine besser mit dem Motorrad harmonierende Größe wie 180/55 zu fahren – mit Freigabe seitens des Reifenherstellers und daher Tolerierung durch TÜV, Polizei etc.


    (Quelle: https://www.motorradonline.de/…ter&utm_campaign=manually)

  • Da brauchste garnicht über die deutschen Behörden schimpfen, die reagieren nämlich in solchen

    Fällen meist nur auf irgendwelche Vollspacken die es mal wieder übertrieben haben. Da setzt sich keiner hin

    und denkt grundlos darüber nach ob man da nicht besser mal ein Auge drauf haben sollte. Das ist nämlich ganz viel Arbeit.

    Es geht doch um Sicherheit und zwar unserer aller. Und ausserdem sind wir hier in Deutschland und nicht in Nordtakatukaland8)

  • BigSumo ,

    genau darum geht es hier, um andere Dimensionen als in den Papieren eingetragen sind und das geht in Österreich auch nicht so einfach, sowas muss da auch eingetragen werden.

    In Deutschland muss das bisher nicht eingetragen werden, eine Reifenfreigabe vom Reifenhersteller war ausreichend, nur das ändert sich jetzt, wer eine andere Dimension fahren will als die, die in den Papieren steht, muss diese andere Dimension eintragen lassen.

  • Ich hab jetzt mein 8 od 9. Bike, aber ich bin noch nie auf den gedanken gekommen andere dimensionen zu fahren als original. Aber wenn dann nur mit eintrag und auf nummer sicher.

    Wennst mit illegalen reifen dich hinlegst und jemand kommt zu schaden....na dann habedehre. Das kommt teuer

  • Ehrlich gesagt hab ich nie verstanden warum das beim Mopped, wo der Reifen wesentlich mehr Einfluss auf das Fahrverhalten hat, bisher reichte, eine Freigabe zu haben und beim Auto musste alles abnehmen und eintragen lassen! Daher verstehe ich die Aufregung eigentlich gar nicht...

  • Menschen neigen ja im Alter generell dazu, sich über alles aufzuregen.

    Auch wenn sie einsehen müssten, dass sie es sowieso nicht ändern können.

    Aber was sollte man sonst den lieben langen Tag machen ?


    Das Spätstadium erkennt ihr daran, dass ihr euch Kissen unter die Ellenbogen legt beim "aus dem Fenster gucken was die Nachbarn machen"


    "Knodderstammtisch" nennen wir das im Bekanntenkreis ^^

  • Hallo,

    das betrifft ja hier in erster Linie die SC40 und SC30 Fahrer.

    Wobei das bei den SC40 Fahrern schwerwiegender ist da es den 130/70ZR17 und 190/60ZR17 nicht mehr gibt und daher zwingend auf 120/70ZR17 und 180/55ZR17 gewechselt werden muss !!!

    Und da sich dadurch bei der SC40 auch die Reifenumfänge ändern ist nicht jeder DEKRA-, GTÜ- oder TÜV-Mann bereit das so einfach einzutragen.

    Gruß der Eisen-Mike mit 2 x SC54 Naked.



    Deutschland Du schlachtest die Kuh die Du melken willst !!!

  • Bestes Beispiel ist die letzte Wahl in Bremen. Die SPD ganz klar abgewählt und wat is? Sich mit 2 anderen machtgeilen Parteien zusammengetan und doch wieder am regieren. Soviel zum Thema Wahlen.

  • deshalb Reifenrechner im Internet bemühen und die passende Grösse raussuchen, 190/5517 hätte auch nicht gepasst, deshalb 190/50 17.


    Grüsse8)

    Aber für diese Reifengrößen hinten gibt es keine Reifenfreigabe für die SC40 auf die sich wiederum der Prüfer bei der Einzelabnahme beziehen wird.

    Welchen Vorderreifen wenn 190er hinten, 120/75ZR17 das wird schwer.

    Der 120/70ZR17 ist halt 1,4cm kleiner im Durchmesser und Umfang -2,3%.

    Ich denke mal die SC40 Fahrer werden spätesten ab 2020 richtig Probleme mit den "schwierigen" Prüfer bekommen.


    Die SC54 hat ja da keine Not die betrifft dieses Thema ja auch nicht wirklich.

    Gruß der Eisen-Mike mit 2 x SC54 Naked.



    Deutschland Du schlachtest die Kuh die Du melken willst !!!

  • Moin Mike. Deshalb jetzt noch schnell zuschlagen;-) ich hab mir bei Bridgestone den Prüfbericht für den Reifen besorgt, wie und auf welcher Felge er getestet wurde, das hat meinem DEKRA Mann gereicht, das Gutachten zuerstellen.


    Grüsse8)


    (was hat denn die SC40 für ne Felgenbreite hinten?)

  • Mike damit habe ich glücklichersweise erstmal keine Not.


    Ich hab' ja auf der SC40 den T31 F 120/70/17 in der Kombi mit dem BT020R 190/60/17 erst im Juni aufgezogen und bin mit der gleichen (alten) Kombi im Mai erst durch den TÜV gefahren. Ich hatte die Reifenfreigabe-Bescheinigung von Bridgestone dabei aber es hat mich niemand danach gefragt oder gar verlangt dass ich das eintragen müsse :rolleyes:


    Was dann in 2 Jahren ist wird man sehen :saint:.


    TSFG Carsten


    PS:

    Und solange ich nicht dazu verdonnert werde diesen unsäglichen Reifenreglemtierungswahn hier bei uns mitzumachen, werde ich nicht selbst aktiv werden. Ich wiederhole mich gerne wieder - Peter K. und andere außerhalb D 's beheimatete CB-fahrerInnen haben dahingehend nur ein mildes Lächeln für uns LeidGeprüfte übrig. Regeln, regeln und kassieren - um mehr geht's doch dabei nicht.

  • Ganz ehrlich, wir verblasen im Jahr so etliche Euro durch den Auspuff, um in der Gegend herumzufahren und dann zetern wir rum, um 40 Euro und etwas Zeit zu sparen.

    Für diese Investition habe ich mir neben dem 200er den 190er auf meiner B-King eintragen lassen und damit habe ich mir neben einem agileren Fahrverhalten


    a) bei einer Kontrolle die Ruhe

    und

    b) im Falle eines "Falles" die Betriebserlaubnis erhalten.


    Ändern können wir diese Gesetzeslage sowieso nicht, da haben sich die Verantwortlichen sicherlich im Vorfeld ihre Gedanken gemacht und Gründe dafür gehabt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es nur finanzielle waren.

    Die Tragik der Welt liegt darin, dass die Dummen so selbstsicher und die Klugen so voller Zweifel sind (Rousseau)

  • Zunächst ist mir wichtig, dass es mir hier nicht um 40 € geht.

    Und ja, ich gehe davon aus dass es vordergründig wie so oft "um's Geschäft" geht und das alles was irgendwie nicht der Norm entspricht nicht gewünscht wird und man eigentlich weg haben will/sich nicht damit beschäftigen mag.* Und das stört mich nun mal. Was ist denn die Konsequenz aus dem Ganzen? Soll das denn sein das nun von mir erwartet wird, dass ich den Tüvtler darauf aufmerksam machen soll, hallo Herr Baurat (so würde der geschätze Kollege UKO jetzt titeln) haben sie da nicht was vergessen? Also, bei aller Liebe und versuchtem Verständnis für so eine hier explizit in "D" gewünschte Vorschrift, das geht aus meiner Sicht entschieden zu weit.


    Nebenbei stelle ich mir die Frage wie ein Reifenhersteller dann so einfach Unbedenklichkeitsbescheinigungen aussstellt (ausstellen kann). Im Fall der SC40 weiß ich, dass entsprechende Reifenpaarungen seinerzeit mit Vadders SC40 real, in der Praxis, erfahren wurden. Erst im Anschluss daran hat Bridgestone diverse Unbedenklichkeitsbescheinigungen ausgestellt so dass wir reifengeplagten 40-iger entsprechende Ausweichmöglichkeiten hatten.


    TSFG Carsten


    * das hat mir vor ein paar Jahren schon mal ein Tüvtler gesteckt auf meine Frage hin warum denn die Lenkereintragung der SC40 hier in Hessen nochmal woanders zu einem zweiten Tüvtler geschickt wird, der dann die Richtigkeit der Abnahme ein zweites Mal bestätigen muss. "Erklärt" wurde mir das mit der Begründung "Grauimport". Unabhängig davon - sorry, da habe ich kein Verständnis dafür wenn der eine vom anderen kontrolliert wird ob der das richtig gemacht hat. Ergebnis: ich habe zweimal bezahlt, TÜV Giessen der die Eintragung begutachtet und abgenommen hat. Danach musste ich dieses Gutachten nach Marburg schicken, dort wurde dann ein zweites Mal abgenickt und der Eintragung und Gang auf die Zulassunsgsstelle stand nichts mehr im Wege. Klar, auch dort waren erneut Gebühren fällig. Dann bleibt es am Ende des Tages nicht bei 40 € - aber das nur nebenbei. Ich kritisiere lediglich die bürokratische Vorgehensweise. Und das beste daran - es ist nicht mal bundeseinheitlich geregelt sondern meines Wissens eine lex Hessen und ein weiteres Bundesland.


    Sorry, das es soooo lang geworden ist, aber bei diesem Thema könnte ich mich jedesmal in Rage schreiben. Und Dario, ist nicht persönlich gemeint! Ich versuche nur meine Sicht der Dinge darzustellen und was mich dabei bewegt!


    TSFG Carsten

  • Es geht dabei einzig und allein um die Kohle. Vor ein paar Jahren wollten die Prüforganisationen alle Fahrzeuge älter 8 Jahre jedes Jahr beim Tüff sehen. Meine beiden Fahrzeuge wären betroffen gewesen. Hätte eine knappe Milliarde Gebühren pro Jahr gebracht. Ein Schelm der Böses dabei denkt.

    Gottseidank sindse damit nich durchgekommen.

  • Aufgeschreckt durch die Diskussion über Reifengrößen hab ich bei Bridgestone angerufen und da ein längeres Gespräch mit Herrn Kirchner (ist wohl der Nachfolger von Herrn Groth) gehabt. Ihm ist die Problematik um die Reifen für die SC30 und SC40 bekannt, konnte mich aber nicht wirklich trösten. Daraufhin bin ich zur GTÜ gefahren und da wurde mir schon mal ganz unkompliziert der 200er Hinterreifen für die BIG eingetragen.

    Jetzt will ich noch probieren ob ich vielleicht die EXEDRA-Reifen für die SC40 eingetragen bekomme, dann wären die nächsten 10 Jahre gesichert