Assistenzsystheme fürs Moped?

  • Die Frage ist, ob man schonmal ein Auto mit allem Zipp und Zapp fahren konnte. Ich hatte mehrmals die Gelegenheit und nicht alle Features sind so toll wie immer behauptet wird. Was die Moppeds angeht - schaunmermal.:/

  • Sehr guter und wichtiger Link!!!


    Ich bin selbst Vorstandsunterstützer der BIKER UNION (BU). Sinn oder Unsinn von Assistenzsystemen sind Dauerthema bei uns. Auch und gerade in der Zusammenarbeit mit FEMA und politischen Institutionen. Wobei die Meinungen stark auseinander gehen 8o

    Es gibt die Oldschooler, die meinen, im Notfall besser ohne Assistenzsysteme reagieren zu können - aber die werden zusehends weniger! Ich möchte auf das ABS meiner CB1300 nicht mehr verzichten - es hat mir schon einige Male den Arsch gerettet...


    Traktionskontrolle und adaptives Licht fänd ich klasse. Ob ich den Rest brauche? Nicht wirklich...

  • Es braucht keinen Zwang. Der Scheix ist irgendwann drin in den Mopeds. Kost fast nix, nur Programmierung. Die gibts dann nicht mehr ohne. Wer ohne will, muss sein Alteisen Pflegen. Ich z. B. lehne Fahrzeuge mit SIM-Karte ab. Die sind nu aber seit einigen Jahren in Dosen schon Pflicht. Und schon kann man nachvollziehen wann ich wo wie schnell war. Brauche ich nicht.


    @ Carsten Bischof: Ich hab die Dinger bis 2018 regelmäßig gefahren und sage nicht alles was machbar ist, ist auch sinnvoll.

  • .....bin halt doch ein echtes Weichei.......also entweder mein ABS geht nicht.....lassen wir das, meine Meinung zu assi's (diesen Systemen) ABS sicherlich sinnvoll, aber wozu brauch ich im Rahmen der Stvo eine WheelieeeeeKontrolle, Traktinskontrolle.usw.


    Grüsse 8)



    und immer schön langsam und senkrecht bleiben gibt mittlerweile genug BLINDE auf der Strasse, da nützen dir diese Systeme auch nichts mehr....

  • Weiß nicht ob dasa alles Sinnvoll und ungefährlich beim Motorrad installiert werden kann.

    Man stelle sich vor ein Spurhalteassistent versucht aktiv dich gegen deinen Willen........

    Bin da teilweise noch sehr skeptisch

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  • Man stelle sich vor ein Spurhalteassistent versucht aktiv dich gegen deinen Willen........

    ...auf der Straße halten zu wollen, also schonmal nix für übermüdete Endurofahrer *tztz*

    Ralph.


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    Mit zunehmendem Alter verwechselt Mann schonmal leicht Bluthochdruck mit Leidenschaft

  • @madmax: Eine Traktionskontrolle kann z.B. bei nassen Straßen oder Ölflecken helfen ;-) ABS und Traktionskontrolle plus adaptives Licht/Kurvenlicht halte ich für sinnvoll. Mehr Systeme brauche ich nicht...


    Leider gibt es die neue CB1300 mit Traktionskontrolle und LED-Licht ja nur in Japan ;(;(;(;(;(;(;(;(

  • Assistenzsysteme...... geiles Wort. :D Man möge mir bei der Bewegung meines Zweirads doch bitte assistieren.... :D


    Die Assistenz-Dinger, die den 22jährigen Möchtegern-Rossi mit seinen 200 PS doch noch irgendwie einfangen und durch die Kurve bringen,

    trotz voll geöffnetem Gasgriff ?


    Assistenz ja... gerne. Wo es Sinn macht und ICH darüber entscheide, ob ich es kaufen/einsetzen mag oder nicht.

    Alles andere ist Brüsseler Regulierungswut.


    Motorradfahren ist für mich auch einen Tick weit der Reiz, wie es manche mit "die letzte Freiheit" beschreiben.

    Sicher machen manche Assistenten Sinn...garkeine Frage. Früher war ich ABS Feind... heute sag ich "nie mehr ohne".....


    Aber ich brauch das Gedöns nicht, um als minder begabter Showposer doch noch irgendwie oben sitzen bleiben zu können.

    Und da führts letztendlich hin. Jemanden zu haben, der "Schuld ist" ist im Moment generell gross angesagt bei der Jugend.

    Wo ich früher zu mir sagte "Du Depp, auf Split zu schnell, Jeans kaputt, Bein aufgeschürft" kommt dann künftig das Moped

    zur Untersuchung beim Gutachter -. wegen Fehlfunktion des Assistentssystems... :rolleyes:


    Mal schauen, was die Zukunft bringt. Soooo lange ist die in unserem Altersschnitt ja nicht mehr :D:D


    Das einzige was mir sicher niemals mehr dauerhaft drankommt, ist das älteste aller (analogen) Assistenzsysteme: die nörgelnde Sozia....

    (wobei ja auch hier manche drauf schwören, dass es ohne ja eigentlich garnicht geht....) :D

  • Gerade weil die CB auch ohne Assistenzsysteme, trotz, hohem Drehmoment und Gewicht, vollkommen beherrschbar ist, ist sie für mich das beste Motorrad was ich je gefahren habe. Natürlich neben der klassischen Optik.

    Zwischenzeitlich habe ich wesentlich stärker motorisierte Bikes mal probegefahren, und klar, wenn die Leistung mal "angelegt" wurde, waren die deutlich spritziger wie die CB. Aber was nützt es einem wenn auf der öffentlichen Landstrasse im 3. Gang das Vorderrad abhebt, beim Gas geben, und die nächste Kurve fliegt auf einen zu. Nein Danke!.

    Als ich wieder auf der CB heimfuhr, wusste ich, ich bin zuhause.

    Wenn ein Motorrad nur noch durch Assistenzsysteme beherrschbar ist, dann hat der Hersteller was falsch gemacht.

    Und wer als Fahrer meint das man nur mit 200 PS auf der Landstrasse schnell fahren kann, hat keine Ahnung vom Motorradfahren.

    Ich habe nichts gegen Assistenzsysteme, allerdings gibt es leider immer mehr Zeitgenossen die Ihr Fahrkönnen wegen dieser Assi´s überschätzen und ohne diese schon längst abgeflogen wären.


    P.S. Mich hat das ABS auch schon mal vor dem Abflug gerettet :thumbsup:

    135Nm bei 5565 U/min; Oh, Gott des Drehmomentverlaufs, erlöse mich niemals von der CB1300

    Einmal editiert, zuletzt von CB_Micha ()

  • ich denke mal das ein sehr grosser teil der käufer solcher leistungsstarken mopped mit mehr als 150ps ihre mopped kein stück unter kontrolle haben. aber wenn die käufer das eben wollen dann wird fleissig die ps leistung höher gelegt. auf dem papier verkauft sich sowas immer gut und was der käufer letztlich damit anstellt kann dem hersteller doch egal sein.

  • Manchmal vermisse ich einen Tempomat, um der rechten Hand die Bewegungsfreiheit zu gönnen, welche die linke Hand hat.


    ABS und ASR sind natürlich schon gut, um einem im Notfall den A**** zu retten, die haben/hätten bei meiner Fahrweise allerdings wenig zu tun. Ich kann mich nicht erinnern, wann das ABS das letzte mal ansprach. Ich lasse es vor/nach dem BF-Wechsel mal absichtlich rattern, damit sich die Brühe mischt. Trotzdem ist es gut, es zu haben, man macht vielleicht mal einen Fehler und andere auch. Wenn sich diese Systeme an die Schräglage anpassen, umso besser.

    ABS hätte verhindert, dass ich mich mit der MT-01 mal abgelegt habe... Schreckbremsung beim abbiegen, die besagten Fehler eben.


    Schaltassistent...

    Hätte ich gerne und rüste ich vielleicht noch nach. Nicht, um schneller zu beschleunigen oder weil ich zu faul bin, die Kupplung zu ziehen. Aber ich erhoffe mir eine Reduzierung des "Helm-Bang-Faktors" mit meiner Sozia, wenn Zugkraftunterbrechung beim Hochschalten geringer ausfällt. Außerdem würden mir die Installation/Test/Einstellung und darüber zu berichten Freude machen...


    Leuchtweitenregulierung/Kurvenlicht...

    Eine gute Sache, wenn man öfter in der Dunkelheit fährt, was bei mir so gut wie nie vorkommt. Aber wenn es mal passiert, ärgere ich mich schon über das zum Teil schlechte Licht z.B. meiner MT-01. Die CB mit Originalschweinwerfer ist schon besser, aber noch Welten entfernt vom LED-Schweinwerfer meiner Nackten. Deshalb würde ich mir alle Licht-Optionen sicher mit bestellen.


    Elektronisches/Automatisches Fahrwerk...

    Ich wechsle oft zwischen Solo- und Sozia-Betrieb und stelle mein Fahrwerk nicht um, weil es mir einfach zu umständlich ist. Also fahre ich mit einem (hoffentlich) guten Kompromiss rum. Wäre schon cool und auch ein Sicherheitsgewinn, wenn das Motorrad das automatisch täte.


    Also, ich denke, ich würde mir alle Systeme bestellen, die verfügbar sind. Wenn sie nur einen einzigen Sturz/Unfall verhindern, haben sie sich finanziell schon "gerechnet", von den alten Knochen mal ganz zu schweigen. Sicher geht es auch ohne, aber ich habe nur einen A***** und wenn der nur einmal gerettet wird, hat es sich gelohnt. Es darf halt nicht dazu verleiten, unvorsichtig zu werden und die Verantwortung an die Technik abzugeben. So selten wie das ABS bei mir anspricht, neige ich offensichtlich nicht zu solch einer Verhaltensweise.


    In diesem Sinne, allzeit gute Fahrt.

  • Wenn ein Motorrad nur noch durch Assistenzsysteme beherrschbar ist, dann hat der Hersteller was falsch gemacht.

    ...

    Ich habe nichts gegen Assistenzsysteme, allerdings gibt es leider immer mehr Zeitgenossen die Ihr Fahrkönnen wegen dieser Assi´s überschätzen und ohne diese schon längst abgeflogen wären.

    Nö. Siehe Beitrag von Grizzly.

    Welches Motorrad ist denn nur noch durch Assi-Systeme beherrschbar? Ich habe eine Gashand, eine Kupplung und vor allem einen Hinterkopf zum Sehen und Denken.

    Für den peripheren Blickwinkel und die Vorausschau beim Fahren ist nicht der Hersteller verantwortlich, sondern die obere Hälfte des Motorrads, welche Assistenzsysteme mit Zugewinn an eigenem Können verwechseln.


    Selbstüberschätzung gibt es nicht nur bei Motorradfahrern, das "können" auch Dosenfahrer. Nur bei denen schlagen die Folgen vergleichsweise "geringfügiger" auf die Gesundheit :P


    Also, ich denke, ich würde mir alle Systeme bestellen, die verfügbar sind. Wenn sie nur einen einzigen Sturz/Unfall verhindern, haben sie sich finanziell schon "gerechnet", von den alten Knochen mal ganz zu schweigen. Sicher geht es auch ohne, aber ich habe nur einen A***** und wenn der nur einmal gerettet wird, hat es sich gelohnt. Es darf halt nicht dazu verleiten, unvorsichtig zu werden und die Verantwortung an die Technik abzugeben. So selten wie das ABS bei mir anspricht, neige ich offensichtlich nicht zu solch einer Verhaltensweise.

    Genau so.

    Ich fahre seit 1969 mit dem Auto. Das erste Tuning, damals noch nicht vorgeschrieben, waren Sicherheitsgurte.

    Ich habe diese bis heute nicht gebraucht. Ich hatte aber mal gsehn, wie ein Beifahrer nach einer Vollbremsung wegen eines Radfahrers mit zerdepperten Gesicht an der Frontscheibe hing. Heute steht diese weiter vor als seinerzeit beim Käfer, da sähe man die "BIsswunde" dann eben im Armaturenbrett.

    Ich weiß um die "Wirksamkeit" von Trommelbremsen und freue mich über den Zugriff bei Scheibenbremsen.

    Auch eine nicht mehr starre Lenksäule fand ich eine klasse Erfindung.

    Das ABS hat mir einmal beim Dosenfahren (als ein LKW "plötzlich" einscherte) und einmal auf der CB geholfen gehabt. Danke dafür an den Erfinder.


    Kurven-ABS ist nur was für "Sicherheitsapostel".

    Der gewievte Motorradfahrer weiß absolut genau einzuschätzen, in wie weit durch seine Schräglage wieviel Prozent der Reifenhaftung "verbraucht" und wieviel davon noch für maximal mögliches Bremsen in Schräglage vorhanden sind. Der "Erfahrene" hat das "im Griff", verschenkt so allenfalls entscheidende Meter oder legt sich aufs zuvor zu voll genommene Maul. Zu lesen ist dann allenfalls "ich hatte mich da verbremst gehabt". Kann ja mal passieren, gell?


    Traktionskontrolle hilft,

    wenn sich der Untergrund "auf einmal" verändert, Feuchtigkeit zum Anrutschen führt. Dazu reicht es bereits, an einem noch frisch-kalten Herbsttag durch eine Kurve zu fahren, "hinter" der die Sonne den Belag noch ncht getrocknet hat. Selbst so schon gesehen, aber wer denkt in schier allen Lagen auch an alle auftretenden Möglichkeiten? Abflug ist dann "Männersache" für "Harte", der "Mann" an der Planke ist dann irgendwie genau so weich wie jeder andere Mensch.


    ...und selbst de "Harten" würden sich heute kaum noch eine Dose ohne Arbags, ABS, EPS u.a. kaufen, wenn sie nicht als Hobby "in Oldtmern" machten *komisch*


    Ein Überrollbügel beim Auto ist auch keine Einladung, sich über die eigene Achse drehen "zu wollen" und Assistenzsysteme werden kein mangelndes Fahrkönnen ausgleichen. Die Physik ist dagegen.

    Also: rein damit. Sie schaden nicht und entbinden mich auch nicht von der Eigenverantwortung beim Fahren.


    Wer sein "Kind" allerdings auch als Erwachsener immer noch nicht soweit im Griff hat, dass er in allen Lebenslagen immer noch alles an Grenzen austesten will oder muss, der sollte nicht "Verkehrsteilnehmer" werden und mit fahrbaren Waffen herum spielen. Könnte so schnell auch mal Dritte treffen ;)


    *Zauselmeinung*

    Ralph.


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  • Wenn ich das jetzt mal so anmerken darf, finde ich das hier eine sehr interesanten Thread.

    Ich hab mich mehrfach beim Lesen verschiedener Meinungen zustimmend nicken erlebt.

    Klar ist jedenfalls, dases dazu immer unterschiedliche Meinungen gibt und geben wird. Trotzdem sollte man sich solche Sachen nicht vorschrieben lassen müssen, bzw wählen können und dürfen was man für sich selbst gut findet.

    Wobei es die Möglichkeit ein gebrauchtes Motorrad zu verkaufen dann auch nicht einfacher macht.

    Ich kenn auch Fälle wo behauptet wird die Technik war schuld dass......

    Aber das muss jeder selbst entscheiden.

    Meine CB 13 ohne ABS bleibt jedenfalls bis zum bitteren Ende.

    Wenn sie dann mal mit mir gehen sollte , sei es drum.

    Wir alle sind früher oder später mal dran.

    Ich bleibe gerne mehr oder weniger selbst der, der bestimmt was auf dem Motorrad wann passiert.

    Wenn ich unterwegs schlafen will, bzw mir mit Assistenten alles abnehmen lassen will, ist das Motorrad jedenfalls das falsche Verkehrsmittel.

    Wobei ich zu der Gattung gehöre, die sagt, wär man gegen jeglichen Fortschritt, würden wir heute noch mit dem Ochsenkarren unterwegs sein.

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  • Wenn ich lese, wie zur Zeit wieder die älteren (Jahrg. 55-65) Wieder- oder Neu-Einsteiger auf dem Mopped aus den immer gleichen Gründen wie die Fliegen sterben, dann weiss ich, dass genau eine Maßnahme fehlt, und da helfen auch keine Assistenzsysteme: Fahrerschulung und fortlaufendes Fahrtraining. (Das gilt für den Autofahrer im Großen und Ganzen gleichermaßen. Das Auto ist vollgestopft mit Assistenzsystemen, aber der Fahrer hält es nicht für nötig, beim Abbiegen zu Blinken. Eigentlich sollte dann das Lenkrad gesperrt werden.)

  • Zur Frage was nur noch mit Assistenzsystemen beherschbar ist.

    Ist das nicht auch immer ein Kompromiss was technisch überhaupt möglich ist, das maximum zb auch an Leistung rauszuholen um dann unter Umständen

    einem zur Verfügung zu stellen der dann nur ein Mofa , vorher hatte.

    Das Motorradfahren nicht ungefährlich ist, wisen wir alle.

    Das man nach Möglichkeiten sucht, das sicherer zu machen ist ja auch mehr als logisch.

    Trotz alledem, schaut auch mal an Motorradfahrertreffpunkten um.

    Ich glaube dahingehend das diese Fahrzeuge auf Dauer eine Aussterbende Art sind.

    Erstens heutzutage fast so teuer wie ein kleines Auto und zweitens, will sich von der Jugend doch keiner mehr bei Regen, ungemütlich und kalt mit nem Zweirad fortbewegen.

    Desweiteren haben wir grad aktuell in der Firma ne junge Frau, die kauft sich zb ein gebrauchtes älteres Motorrad, erzählt mir das sie mit ihrem Motorrad den Führerschein machen will. Der Fahrleher sagt zuerst mal , Lobenswerter Weise, nur mit kompletter AUsrüstung, klamottentechnisch.

    Den Helm hat sie schon, ich wollt ihr schon Daytona Stiefel empfehlen, das sagt sie, ne Lederkombi möchte sie schon, sie hofft das 300 € reichen werden. Da hab ich mit mit offenem Mund nichts mehr gesagt außer OK.

    Lasst die arme mal nur mit dem Motorradumfallen, dann steht das Ding nur noch ungenutzt in der Garage.

    Da könnt man dann fortführen, dass die 18 jährigen heute mit nem älteren Modell (spreche in dem Fall von Auto) nichtmal mehr am Berg mit Handbremse anfahren können. da denke ich wiederrum man sollte das Fahren ohne Assis wenigsten mal geübt haben.

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  • Was können denn Fahrassistenzsysteme?

    Mich würde interessieren wie hier die persönlichen Erfahrungen z.B. derer mit Traktionskontrolle insbesondere in der Kurve oder bei Regen sind?

    Als Wheelikontrolle finde ich sie störend, find ich besser mit der Gashand.

    Das semiaktive Fahrwerk der MT10 verhindert starkes Eintauchen bei starker Bremsung. Das tut eine hart eingestellte Druckstufe aber auch. Ansonsten ist das Umstellen während der Fahrt ganz nett, aber lenkt auch ab. Von Vorteil ist es, wenn man zwischen gemächlich und "flüssig" wechselt. Von wesentlichen Vorteil ist es vielleicht aber auch, wenn viel Übung mit seinem wie auch immer eingestelltes Fahrwerk hat.

  • Was können denn Fahrassistenzsysteme?

    Ich mag's gerne ausführlich, wen das nicht tangieren soll, bitte scrollen :)


    Der Mensch denkt, so in den ihm individuell gegebenen Denkgeschwindigkeiten und mit dem ihm situativ gegebenen Blickwinkel.

    Erfahrungen aus Unfallursachen zeigen, dass dies zuweilen zu langsam passiert. Zum Beispiel das mit der sehr realistischen Schreck-SEKUNDE. Ein Computer macht dies bis zu einer Reaktion in Millisekunden und dann reagiert dieser auch noch Technik bezogen "bestmöglich".


    Und - laaaangsam denkend - entwickelte der Mensch dann "Computer", welche ihm, sorgfältig programmiert, anschließend "Zeit" abnehmen. Auch "Entscheidungen" wie z.B. wann bei welchem Bremsdruck das Vorderrad grad nochz so Grip hat, oder (bei Traktionskontrolle) eben das Hinterrad beim Beschleunigen.


    Finde ich so eine Klasse Entwicklung.

    Ohne diese würden wir uns heute noch Briefe schreiben statt uns quasi in Realzeit hier unterhalten zu können.

    Der programmierte Computer an sich ist berets ein Assistenzsystem, und wer möchte diesen bitte lieber NICHT haben wollen? Dann hier jetzt bitte diesen auch konsequent ABSCHALTEN *tztztz*


    Fazit: Assistenzsysteme können schneller und (richtig programmiert) feinabgestimmter und umfassender reagieren als der träge Mensch. Bis bekanntlich auf Frauen, die können auch zwei Sachen perfekt zugleich machen/entscheiden.

    Fehler: Wenn dann der Mensch meint, dass ihm so das Denken völlig abgenommen wird, wie z.B. vor manchen Kurvenstrecken per ehördlich aufgezwungener Geschwindigkeitsbegrenzungen.

    Das schafft dann allerdings "amerikanische Verhältnisse", denn wenn da dann mal was schief läuft, ist ja die Behörde "schuld", weil dort ja keine Geschwindigkeitsbegrenzung angeschlagen gewesen war. Hier dann "das Assistenzsystem" (welches die Physik nicht außer Kraft setzt, aber in der fraglichen Stunde bekam ich grad die Mandeln rausgenommen)

    In desem Zusammenhang lese ich immer wieder gerne die Signatur von @DJ-Obelx :P



    Mich würde interessieren wie hier die persönlichen Erfahrungen z.B. derer mit Traktionskontrolle insbesondere in der Kurve oder bei Regen sind?

    Ich sag's jetzt mal bzgl Kurven-ABS, weil ich auf der CB keins hatte:

    Erfahrung beim Austesten der Grenze des ABS in Kurvenfahrt: Die Maschine richtet sich beim ersten "Klack" schlagartig auf und du fährst geradeaus in die Planke. Bei einem Kurven-ABS wäre dies so sicherlich nicht passiert.

    Bei "ohne ABS" wäre die maximal mögliche BRemswirkung entweder nicht ausgenutzt oder der Fahrer hätte sich dann eben "verbremst". Heißt er hätte sein Moped "abgelegt" (deutsch: geschmissen) und wäre im GAU in die Planke gerutscht. Dort hängt dann hinter jedem zweiten Pfosten ein Fläschchen "Rescuetropfen".


    Als Wheelikontrolle finde ich sie störend, find ich besser mit der Gashand.

    Finde ich ebenso sinnvoll wie ABS, WENN man es nach Bedarf dann auch abschalten kann.

    Ein Grund, weshalb die große Honda Varadero nicht für ENdurotrainings geeignet ist. Deren ABS ist nicht abschaltbar.

    Und zur Wheelikontrolle: Willst du Wheelie, solltest du es abschalten können.

    Vergisst du die Schwerpunktsverschiebung durch deine 90kg-Sozia im Fahrrausch auf dem Soziussitz, kann eine Wheeliekontrolle sicherlich ganz sinnvoll sein.

    EIn Abschalten des Features "Kurven-ABS" hin zum "Normal-ABS" auf der Straße hingegen sicherlich nicht.


    Das semiaktive Fahrwerk der MT10 verhindert starkes Eintauchen bei starker Bremsung. Das tut eine hart eingestellte Druckstufe aber auch.

    Stimmt. NUr dass du dann durchweg "härter" fährst. Wenn du dies willst, bleibt dir das Zudrehen der Druckstufe auch bei diesem Assi-System unbenommen. WO ist hierbei jetzt die Einschränkung für dich?


    Von wesentlichen Vorteil ist es vielleicht aber auch, wenn viel Übung mit seinem wie auch immer eingestelltes Fahrwerk hat.


    DAS ist der (für mich) beste Satz deines Beitrags :)

    Grenzen ausloten: JA, unbedingt! (dies "auf der Straße" zu tun: Besser nicht).

    Sonst weiß ich im Ernstfall/Grenzfall nicht, wo meine Grenzen zusammen mit denen meiner jeweiligen Maschine sind und ichwürde eher vor die eigene "innere Wand" fahren als, noch weit ab von den real möglichen Grenzen, das Letztmögliche aus einer Gefahrensituation rausholen zu können.


    Ich hatte dazu in den letzten Jahren so etwa 25 Fahrsicherheitstrainings gemacht gehabt. Das Grenztesten des CB-ABS bei Bremsen in Kurvenfahrt gehörte zu den Erfahrungen hierbei. Im Ernstfall weiß ich so um meine Grenzen und die Grenzen der Maschinentechnik. Grenztesten gehört für mich so gewiss nicht auf die Straße, kann mir aber im Zweifelsfall meinen Arsch retten, weil und wenn ich um die Grenzen des Machbaren von Mensch+Maschine weiß.


    Der "Harte Motorradfahrer" zieht sich dann eben eine Bagsterhaube über den demolierten Tank und hatte dann, bei ANsprache auf diese Hässlichkeit, "eben grad mal den Tankrucksack nicht draufgespannt".

    Die Metallplatte kommt in einem Jahr dann raus (wenn es noch so glimpflich verlaufen sein sollte)

    *tztztz*


    Und weil UKO dieses Thema hier angeschnitten hat:

    VIELLEICHT wünschte er sich ja ein Assi-System für sein Beiwagengespann, welches die Bremskräfte des Seitenwagens vollelektronisch auf dessen jeweilige Beladung abzustimmen weiß?

    Oder er hat die Erfahrung, damit umgehen zu können, aber die hatte er anfänglich seiner Dreiradkarriere so ganz sicher noch nicht gehabt.


    Gebt den "Neuen" eine Chance, sonst sterben wir hier aus. Das dann auch ohne Assi-Systeme, wie bei vielen zu Saisonstart.

    Beginnend mit der Fahrerlaubnis bis hin zum Fahrkönnen braucht es Zeit und viele zehntausende an Kilometern, auf denen schnell mal "etwas Unvorhergesehenes " passieren kann. Nicht weil es nicht vorhersehbar gewesen wäre, sondern ganz einfach, weil ich es grad nicht in meinem "Blickwinkel" mit einbezogen hatte ;)

    Danke, wenn dann die Hilfe aus dem Elektronikkäschtle rettend "zugreift"


    *Zauselmeinung*, nix für die Harten im Garten.

    Ralph.


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  • Ihr mögt ja ALLE mit euren Meinungen recht haben,......wenn ich aber mal vom Durchschnittsalter unserer Kundschaft hier im AH ausgehe, sind viele von Ihnen schon mit der ,,gewissen Flut'' an Elektronik in ihren Dosen überfordert und ich bezweifle wirklich, das einer von Ihnen (ohne ein Sicherheitstraining) schon jemals im normalen Verkehrsgeschehen in den Regelbereich eines ESP gekommen ist......


    ich zweifle ja nicht die Technik an, aber muss ich in einem Kleinwagen, jede elktronische Spielerei drin haben? und so geht es mir auch beim Mopped, ich hätte halt gern die Möglichkeit, ein modernes Mopped ohne gewisse Assistenten zuerwerben.


    Grüsse Mike8)

  • ich bezweifle wirklich, das einer von Ihnen (ohne ein Sicherheitstraining) schon jemals im normalen Verkehrsgeschehen in den Regelbereich eines ESP gekommen ist......


    ich zweifle ja nicht die Technik an, aber muss ich in einem Kleinwagen, jede elktronische Spielerei drin haben?

    Beispiel Kleinstwagen: Der SMART (OK, für manch einen kein "Auto")


    Auf Grund seines extrem kurzen Radstands in Verbindung mit dessen Hinterradantrieb schmiert er sehr schnell hinten "mal weg".

    Dazu brauchts keines durchgetretenen Gaspedals, dazu reicht es in Regenfahrt bei "gehaltenem Gas" eine Straßenbahnschiene (glattes nasses Metall) in spitzem Winkel zu überfahren.

    Auf Grund seiner Kürze versetzt er hinten dann gleich mächtig. Was bei einem Mittelklassewagen dann "nur wenige bis kaum spürbare Gradzahlen" sind, ergibt beim SMART dann eine prompte Richtungsänderung.

    WENN das ESP da nicht eingreifen würde (erkennbar am gelb aufflackernden Symbol im Tacho mit der zugleich deutlich verminderten Kraft auf das jeweilige Antriebsrad.


    AssiSysteme können keine Unfälle vermeiden, aber sie können (wiederum alles nur aus meiner hier völlig unmaßgeblichen Sicht ;) ) in Gefahren- oder Grenzsituationen das physikalisch noch mögliche Grenzpotenzial ausschöpfen ....helfen. Oder man ist eben noch nicht "an der Grenze".

    Idiotensicher sind sie keinesfalls. Das zu beweisen braucht es nur eines Idioten am Steuer bzw. auf der Sitzbank (die gibt es tatsächlich) und das Gegenteil wäre so bereits bewiesen :P


    Der "sichere" Fahrer kennt seine Grenzen in jedweder Situation. Sein Gegenspieler in brenzligen Verkehrssituationen hoffentlich dann für ihn auch noch. "Man" ist ja selten allein im Verkehr unterwegs und kann somit Reaktionsnotwendigkeiten auch nicht immer nur auf die eigene Fahrsicherheit beziehen.

    Ralph.


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  • Hätte ich schon derartige Sicherheitsbedenken, einen Smart auf nasser Strasse zu bewegen, würde ich sicher kein Motorrad mehr fahren.


    Aber ich verstehe jetzt nach der Meinungsvielfalt hier doch besser den Grund,

    warum manch einer am liebsten noch 50 weitere Assistenten am Motorrad hätte und der andere eher negativ eingestellt ist.


    Jedenfalls konnte ich in den ganzen postings keinen finden, der das rundum alles ablehnt.

    Da gehts wohl eher um den Grad der Sinnhaftigkeit solcher Systeme, die eben jeder individuell für sich selbst einschätzt


    Und das darf er auch....... oder ?

  • Die hier präsentierte Meinungsvielfalt ergibt sich vielleicht auch dadurch, dass wir nicht genau definiert haben, welche Assistenzsysteme eigentlich gemeint sind. Die, die nur eingreifen wenn es darum geht, einen Unfall oder Sturz zu vermeiden (ABS, ASR und Co.) oder die, die einem das Leben bequem machen (sollen) wie Tempomat, Abstandsregelung und Co.


    Erstere tun ja im Normalfall so, als wären sie nicht vorhanden, man kann sie also ignorieren wenn man sich dabei besser fühlt. Und wenn sie einem im Notfall dann trotzdem den A**** retten, ist es eben ein geretteter A**** mehr. Kann ja nix schaden, speziell dann, wenn es der eigene ist ;)


    Ob man die Bequemlichkeits-Assistenten braucht...? Ich habe auch Griffheizung und bin manchmal recht froh drüber. Man gewöhnt sich einfach an gewisse Nettigkeiten, sowohl beim Auto als auch beim Motorrad. Wobei ich beim Auto schon wirklich alles hatte, aber inzwischen nicht mal mehr ein Auto habe :P.

    Beim Motorrad bin ich bislang nahezu assistenzlos, aber das eine oder andere könnte ich mir schon vorstellen. :saint:

  • Ich fahre ja auch noch die alte CB ohne ABS.

    Da gilt es dann in fremder Gegend bei Regen und Kälte nur mit Gas, Bremse und Kupplung die richtige Balance zu finden.Da macht es dann auch bei Regen Spaß zu fahren. Ich rede von der Fremde, wenn man ans Ziel muss. Fahre ja nicht Sonntag früh bei Kälte und Regen aus Spaß an die Elbe.

    Ich mag es aber mittlerweile , wenn Ich von Bayern im Regen über Land in den Norden fahre , von Modus Standard auf Modus Regen zu schalten, Traktionskontrolle an und los geht's.

    Das beruhigt mich einfach im Kopf und Ich fahre entspannter, obwohl Ich natürlich auch im Standard Modus nach Hause käme.

    Gruß Michael

    Mit freundlichen Grüßen Michael CB1300
    Fahr nie schneller wie dein Schutzengel fliegen kann


    P.S. Wenn anfangs die Kurve auf Kredit gefahren wird - sind spätestens am Kurven-Ende die Zinsen fällig.

  • Moin,

    verstehe die Frage nicht?

    Wie kann man PKW und Motorrad vergleichen?

    Fahre einen Volvo XC60, da ist automatisch alles an Sicherheit drin, da kann man die richtig wichtigen Helferlein nicht einfach wegdrücken,...

    Jedes modernes Auto bringt sich automatisch in den Zustand , den man beim Mopped einstellen muss. (was weiß ich wie da alles heißt( ESP, Traktion Control, Curve ABS,...

    Also Gunter, stelle die gleiche Frage nochmal genauer, bitte,...

    Mit freundlichen Grüßen Michael CB1300
    Fahr nie schneller wie dein Schutzengel fliegen kann


    P.S. Wenn anfangs die Kurve auf Kredit gefahren wird - sind spätestens am Kurven-Ende die Zinsen fällig.

  • Das einzige was mir sicher niemals mehr dauerhaft drankommt, ist das älteste aller (analogen) Assistenzsysteme: die nörgelnde Sozia....

    (wobei ja auch hier manche drauf schwören, dass es ohne ja eigentlich garnicht geht....) :D

    Möppi, danke, du hast mir mit diesem legendäären Satz den Tag gerettet. :D:D:D

  • Hi,


    ja, ich fahre eine Dose mit all diesen Assistenzsystemen. Teilweise hilfreich, teilweise störend und teilweise, da offensichtlich nicht ausgereift, auch gefährlich.

    Grundsätzlich mag ich Assistenzsysteme, denn sie können zum entspannteren Fahren beitragen bzw. auch Unfälle vermeiden oder auch vor Bussgeldern retten, weil man mal wieder nicht aufmerksam genug auf den Tacho geguckt hat und wieder einmal etwas zu schnell unterweg ist. Daher begrüße ich alle Assistenzsystem, wenn sie denn gut funktionieren.

    Beim Motorrad ist das schon wieder etwas anders gelagert. Da will ich meistens Spaß haben und muss daher nicht fortwährend assistiert werden. Aber wenn es der Sicherheit zuträglich ist, habe ich auch beim Mopped nichts dagegen, Assistenzsysteme an Bord zu haben. Ob mans immer braucht, ist was ganz anderes. Ich bin jedenfalls froh, wenn die Assistenzsysteme garnicht erst eingreifen müssen, um aus einer gefährlichen Situation zu kommen. Aber, wie gesagt, schaden tun sie ja auch nicht, wenn sie mir mal oder jemand anderen den Ars.. retten. Daher lieber immer dabei, als einmal den Supergau.

    Blöd sind nur die Assistenzsysteme, die nicht richtig funktionieren. Vom Auto kenne ich so etwas. Entweder man wird unnötig eingebremst oder wenn man sich auf sie verlässt, funktionieren sie nicht zuverlässig und bringen einen unnötig in Gefahrensituationen. Da bin ich immer froh, dass man die meisten dieser Assis zumindestens konfigurieren kann bzw. einfach auch abschalten kann.

    Daher bin ich dafür auch im Mopped weitere Assistenzsysteme zu entwickeln und anzubieten. Dann aber auch bitte konfigurierbar und abschaltbar. Eine Kaufentscheidung für ein Motorrad würde ich aber nicht davon abhängig machen. Ich fühle mich mit ABS schon ganz wohl. Alles was darüber hinausgeht, ist 'nice to have', aber mir muss in erster Linie das Mopped gefallen und nicht die ganzen Helferlein.